16 - 07 - 2019

Hesselbach. Auf dem Plakat für den Gottesdienst stand 17.30 Uhr, losgehen sollte der aber erst um 18 Uhr. Kein Versehen, sondern ganz bewusst. Die Veranstalter wollten Zeit zum Ankommen bieten, wollten schon vor dem eigentlichen Anlass Raum zur Begegnung schaffen. Die Rede ist von dem Lobpreis- und Singe-Gottesdienst am Sonntagabend in der Hesselbacher Kapelle.

Die Evangelische Kirchengemeinde vor Ort und der Hesselbacher CVJM hatten in Kooperation mit dem Wittgensteiner CVJM und dem heimischen Kirchenkreis dazu eingeladen. Immerhin 60 Leute aus dem Banfetal und dem Lahntal folgten der Einladung - und erlebten eine Stunde lang einen ganz anderen Gottesdienst.

Entstanden war die Idee dazu aus den Worttransport-Veranstaltungen im vergangenen Herbst, bei denen sich der CVJM mit jungen und junggebliebenen Menschen an verschiedenen Orten im Kirchenkreis auf die Suche machte, wie die Frohe Botschaft von Bibel und christlichem Glaube in der Gegenwart des 21. Jahrhunderts auf der Höhe der Zeit unters Volk gebracht werden kann. Eine mögliche Antwort ist da eben solch ein Lobpreis- und Singe-Gottesdienst, in dem die Wittgensteiner zwar keine große Übung haben, der aber jetzt in Hesselbach dennoch hervorragend funktionierte.

Die Zusammenfassung für den Gottesdienst auf dem Plakat lautete: „Band.viel Musik.junge Lieder.Botschaft“. Und das passte so, denn es wurde wirklich reichlich gesungen. Die Lieder standen allesamt nicht im Gesangbuch, wurden praktischerweise mit dem Beamer an die Wand geworfen. Und so waren bei dem einen oder anderen Lied der Eine oder die Andere froh, auch mal beim Singen die Hände in die Himmel zu heben. Das mag hier und da möglichweise nicht direkt zum Wittgensteiner Temperament zu passen, passte aber auf jeden Fall zu einem Lied wie „Lord, I Lift Your Name on High“, die deutsche Übertragung dazu lautet: „Herr, dein Name sei erhöht“.

Das mit dem Deutsch- und Englisch-Singen ist ja immer so eine Sache, aber wenn man „Lord, I Lift Your Name on High“ und „Herr, dein Name sei erhöht“ vergleicht, dann funktioniert und klingt es einfach auf Englisch besser. Die englischen Texte, die an diesem frühen Winterabend gesungen wurden, wurden in Hesselbach immer auf Deutsch übersetzt, so dass alle auch ohne Fremdsprachen-Kenntnisse genau wissen konnten, um was es in diesen Liedern ging. Ein Dutzend Lieder wurden insgesamt gesungen: von „In der Stille angekommen“ bis „Vater, ich komme jetzt zu dir“, von „My Lighthouse“ bis „Heart of Worship“. Eine Predigt gab es zwar nicht, aber die sehr persönlichen Hinführungen zu den Liedern machten das in dem besonderen Gottesdienst ganz leicht wett. Diese gab es von Thorsten Betz und Martin Gerhardt, aber auch von Birthe Becker-Betz, Maren Gerhardt und Doro Messerschmidt. Die drei Frauen bildeten an diesem Abend mit Lukas Lang und Michael Lingemann die Band, die einem das Mitsingen nochmal leichter machte. Und ein Instrumentalstück von ihnen half während einer Gebetszeit, die Gedanken gezielt schweifen zu lassen.

Natürlich bildete der Segen im Gottesdienst an diesem Abend nicht das Ende. Danach ließen sich noch einige der Besucher einladen. Es gab Knabbereien und Getränke. Und außerdem noch viele Gedanken, die zwar nach der Kirche, aber immer noch in der Kirche auf den Stühlen und an den Stehtischen in Gesprächen über Gott und die Welt ausgetauscht wurden.

Bericht und Foto von Jens Gesper, Öffentlichkeitsreferat Kirchenkreis Wittgenstein

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Dienstag, 16. Juli 2019
Wo Träume sich mehren und Nichtigkeiten und viele Worte, da fürchte Gott!
Wenn es jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt.
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